Förderungen 2020


 

BAFA und KfW


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02.04.2020

BAFA und KfW

Wärmepumpen Förderratgeber 2020
++ BAFA und KfW ++
++ Bestand und Neubau ++
++ Neue Fördersätze ab 2020 ++

Heizen mit Umweltwärme
• aus einem kleinen Teil Strom als Antriebsenergie und einem großen Teil kostenloser Umweltenergie (Erde, Wasser, Luft) macht eine Wärmepumpe 100 Prozent Wärme
• Wärmepumpenverursachenschonjetztdeutlichweniger CO2-Emissionen als ein konventioneller Kessel
• Strom wird immer grüner und mit ihm die Wärmepumpe
moderne Heizung
• Behagliche Wärme, Warmwasserbereitung und ange- nehme Kühlung in einem Gerät
• sauber und emissionslos, da keine Verbrennung vor Ort
Unabhängigkeit
• fossile Brennstoffe werden durch kostenlose Umwelt- energie ersetzt
• Anteil an Erneuerbaren Energien lässt sich durch Einbin- dung von Photovoltaik weiter steigern
• kein Brennstofflager, deshalb mehr Platz im Heizungs- keller oder Wirtschaftsraum

Warum eine Wärmepumpe?
A+++ nur mit Wärmepumpe
• EU-Energielabel macht Energieeffizienz von Wärmeerzeugern vergleichbar
• Nur Wärmepumpen und Verbundanlagen mit Wärmepumpen erreichen problemlos die höchsten Labelklassen von A++ bis A+++
Neubau mit Wärmepumpe immer eine gute Wahl
• Seit 1. Januar 2016 gelten verschärfte Anforderungen durch die Energieeinsparverordnung (EnEV). Nur Häuser mit Wärmepumpen erfüllen heute und in Zu- kunft diese energetischen Standards ohne zusätzliche Maßnahmen
• Die Effizienz einer Wärmepumpe spiegelt sich auch im Energieausweis wider und steigert so den Wert Ihres Gebäudes.

Wer seine Heizung auf Erneuerbare Energien umstellt, wird vom Staat belohnt. Sowohl im Neubau als auch für den Austausch Ihrer alten Heizung gegen eine Wärmepumpe gibt es Zuschüsse von mehreren tausend Euro.
Die Förderungen beantragen Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Wenn Heizungstausch, dann jetzt!
Neue Fördersätze ab 2020!
Ab dem 01. Januar 2020 wird bei der BAFA auf eine Anteilsförderung umgestellt. Das bedeutet, dass Sie zukünftig 35 Prozent Ihrer Investiti- onskosten vom Staat zurückbekom- men. Tauschen Sie eine alte Ölhei- zung gegen eine Wärmepumpe aus, gibt es sogar 45 Prozent zurück! Ge- fördert werden dabei nicht nur die Investititonen in Wärmepumpe und Installation, sondern auch Umfeld- maßnahmen. Mehr dazu auf den nächsten Seiten.
Mehr zu den neuen Antragsfristen und der Übergangsregelung unter www.waermepumpe.de/foerderung

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Energieeffizient Sanieren
Zuschuss, wahlweise in Verbindung mit Darlehen
Förderung große Wärmepumpen
Förderung im Gebäudebestand
Austauschprämie für Ölheizung
Energieeffizient Bauen
Kredit + Tilgungszuschuss
Förderung im Neubau

KfW-Förderung
Die Förderprogramme der Kre- ditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beinhalten günstige Darlehen inkl. Tilgungszuschuss bzw. reine Inves- titionszuschüsse. Die wichtigsten Programme finden Sie auf dieser Seite. Ab dem 01.01.2020 wird die
Energieeffizient Sanieren
Programm 151/152
Kredit für die komplette Sanierung zum Effizienzhaus oder für einzel- ne energetische Maßnahmen mit Tilgungszuschuss.
www.kfw.de/151
Programm 430
Investitionszuschuss für energeti- sche Komplettsanierungen.
www.kfw.de/430
Energieeffizient Bauen
Programm 153
Gefördert wird der Neubau oder Ersterwerb von KfW-Effizienzhäu- sern durch Kredit mit Tilgungszu- schuss.
Heizungsförderung für Einzelmaß- nahmen nahezu komplett vom BAFA übernommen. Gebäude oder Einzelmaßnahmen, in denen eine Öl-Heizung zum Einsatz kommt, werden ab 2020 nicht mehr geför- dert.
Programm 167
Kredit für neue Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien (Hei- zungstausch). Hier gibt es keinen Tilgungszuschuss, da Programm mit BAFA-Förderung kombinierbar.
www.kfw.de/167
www.kfw.de/153


Förderung für große effiziente Wärmepumpen (Programm 271 - Premium)
Die Errichtung und Erweiterung von großen effizienten Wärmepumpen (> 100 kW Wärmeleistung im Aus- legungspunkt) werden über das Programm Erneuerbare Energien, Programmteil Premium gefördert. Die KfW gewährt einen Tilgungszu- schuss in Höhe von bis zu 80 € je kW Wärmeleistung im Auslegungs- punkt. Dies gilt auch für kaskadier- te Anlagen. Die Förderung beträgt mindestens 10.000 € und höchstens 100.000 €.
Allgemeine Fördervoraussetzungen
Förderfähig ist die Errichtung von effizienten Wärmepumpen, wenn die Anlage Raumheizung und Warm- wasserbereitung übernimmt. Bei Nichtwohngebäuden genügt die alleinige Bereitstellung der Heizwä- rme. Zudem wird auch die Bereit- stellung von Wärme für Wärmenetze gefördert. Nicht gefördert werden Luft-Wärmepumpen.
Die Messung aller durch die Wärme- pumpe abgegebenen Wärmemen- gen wird verbindlich gefordert. Falls notwendig, sind hierzu mehrere Wärmemengenzähler vorzusehen.
Der Einbau eines Strom- bzw. Gas- zählers ist ebenfalls Voraussetzung.
Effizienzvorgabe: Jahresarbeitszahl von mindestens 3,8 bei elektrisch be- triebenen Wärmepumpen bzw. Jah- resheizzahl von mindestens 1,25 bei Gas-Wärmepumpen muss erreicht werden. Es sind Maßnahmen zur Fernüberwachung nachzuweisen.
Förderung Erdsonde
Die Errichtung und Erweiterung ei- ner im Zusammenhang mit einer großen Wärmepumpe errichteten Erdsonde wird ebenfalls gefördert. Für die Bohrtiefe bis 400 m beträgt der Tilgungszuschuss 4€ und für eine Bohrtiefe ab 400 m sind es 6 € je m vertikale Tiefe. Es wird nur eine Erdsonde pro Vorhaben gefördert.
Das Bohrunternehmen muss nach DVGW W120-2 zertifziert sein und es muss eine verschuldensunab- hängige Versicherung abgeschlos- sen werden.
Mehr Informationen:
www.kfw.de/271

BAFA-Förderung
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) belohnt den Einbau einer effizienten Wärmepum- pe mit attraktiven Fördersummen aus dem Marktanreizprogramm (MAP). Die Förderung unterscheidet dabei in eine Bestands- und eine Neubauförderung. Zudem gibt es für dein Austausch einer Ölheizung einen höheren Fördersatz.
Welche Fördersätze gibt es?
Es gibt keine pauschalen Investiti- onszuschüsse mehr, stattdessen er- halten Sie einen bestimmten prozen- tualen Anteil Ihrer Investitionskosten zurück. Die Höhe der Anteilsförde- rung beträgt 35 Prozent der förderfä- higen Kosten. Beim Austausch einer Ölheizung werden sogar 45 Prozent der Investitionskosten erstattet.
Gebäudebestand
Neubau
Austausch Öl-Heizung
Austausch sonstige Heizung
Sole/Wasser- oder Wasser/Wasser- Wärmepumpe
Anforderungen Nichtwohngebäude (Bestand): Sole-Wärmepumpen 4,0 und Gas-Wärmepumpen 1,3. JAZ = Jahresarbeitszahl / JHZ = Jahresheizzahl
Hinweis
Gefördert werden auch der Austausch einer alten durch eine neue Wär- mepumpe sowie die Erweiterungen einer bestehenden Heizung mit einer Wärmepumpe
Förderfähige Kosten
Förderfähige Kosten sind die An- schaffungskosten der geförderten Anlage sowie die Ausgaben für Ins- tallation und Inbetriebnahme, die Einbindung von Experten für die Fachplanung und Baubegleitung, sowie Ausgaben für notwendige Umfeldmaßnahmen. Zu diesen Maß- nahmen gehören zum Beispiel die Deinstallation und Entsorgung von Altanlagen, Bohrungen für Erdwär- mesonden, Optimierungen des Hei- zungsverteilsystems, der Austausch von Heizkörpern bzw. der Einbau von Flächenheizungen oder die In- stallation eines Speichers. Je Wohn- einheit können maximal 50.000 Euro als förderfähige Kosten ange- rechnet werden. Förderfähig sind nur Maßnahmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht beauf- tragt worden sind. Hierbei können die Bruttokosten einschließlich der Mehrwertsteuer angesetzt werden, außer bei Zuwendungsempfängern die vorsteuerabzugsberechtigt sind.
Allgemeine Fördervoraussetzungen
Förderfähig ist die Errichtung von effizienten Wärmepumpen, wenn die Anlage zur überwiegenden Be- reitstellung der Raumheizung, zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung sowie zur Wärme- bereitstellung für Wärmenetze ver-
wendet wird. Luft/Luft-Wärmepum- pen werden nicht gefördert.
Der Einbau eines Wärmemengen- und eines Strom- bzw. Gaszählers ist Voraussetzung. Die Effizienz der Wärmepumpe ist mit einem Prüfbe- richt eines unabhängigen Prüfinsti- tuts nachzuweisen. Wärmepumpen mit Prüfzertifikat sind in einer Liste beim BAFA aufgeführt. Bei der Er- richtung von Erdwärmesonden: Das Bohrunternehmen muss nach DVGW W120-2 zertifziert sein und es muss eine verschuldensunabhängige Ver- sicherung abgeschlossen werden.
Fördervoraussetzungen Neubau
Im Neubau gelten darüberhinaus weitere Anforderungen. Bestandteil der vertraglich geregelten Leistung muss ein Qualitätscheck der Wär- mepumpe nach Ablauf eines Jahres nach Inbetriebnahme sein. Zudem sind Flächenheizungen als Wärme- verteilsystem vorgeschrieben.
Antragsfristen
Der Förderantrag muss vor Vorha- bensbeginn gestellt werden. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnen- den Lieferungs- oder Leistungsver- trages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.
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BAFA: Rechenbeispiele
Beispiel 1: Luft/Wasser-Wärmepumpe, Gebäudebestand
• Austausch eines alten Gas-Kessels
• Einbau einer neuen Luft/Wasser-Wärmepumpe (JAZ > 3,5)
Fördersumme: 35 % der förderfähigen Kosten
Beispiel 2: Luft/Wasser-Wärmepumpe, Austausch Öl-Kessel
• Austausch alter Öl-Kessel, Einbau neue Luft/Wasser-Wärmepumpe (JAZ > 3,5)
• Modernisierung der Heizkörper zur Senkung der Vorlauftemperatur
Fördersumme: 45 % der förderfähigen Kosten
Beispiel 3: Sole/Wasser-Wärmepumpe, Neubau
• Einbau einer neuen Sole/Wasser-Wärmepumpe (JAZ > 4,5) im Neubau
• Einbau Flächenheizung, Qualitätscheck nach einem Jahr
• Bohrunternehmen DVGW W120-2 zertifiziert, Abschluß verschuldensunabhängige Versicherung
Fördersumme: 35 % der förderfähigen Kosten
Beispiel 4: Sole/Wasser-Wärmepumpe, Austausch Öl-Kessel
• Austausch alter Öl-Kessel, Einbau neue Sole/Wasser-Wärmepumpe (> JAZ 3,8)
• Bohrunternehmen DVGW W120-2 zertifiziert, Abschluß verschuldensunabhängige Versicherung
• Modernisierung der Heizkörper zur Senkung der Vorlauftemperatur
Fördersumme: 45 % der förderfähigen Kosten Beispiel 5: Erneuerung Sole/Wasser-Wärmepumpe
• Austausch einer alten Sole/Wasser-Wärmepumpe gegen eine neue Sole/Wasser- Wärmepumpe ( JAZ > 3,8)
• Wenn Wärmequelle weiterhin genutzt wird: kein Abschluß einer verschuldensunab- hängigen Versicherung erforderlich.
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Fördersumme: 35 % der förderfähigen Kosten

Wärmepumpen-Förderrechner
Beantworten Sie einige wenige Fragen zu Ihrem Projekt und Sie erhalten maßge- schneiderte Informationen
» zur möglichen Höhe des Zuschusses,
» zu technischen Anforderungen sowie
» zum richtigen Antragsverfahren.
Den Förderrechner finden Sie auf:
www.waermepumpe.de/foerderrechner
Weitere Informationen finden Sie auf:
www.waermepumpe.de/foerderung
Die Inhalte dieses Ratgebers wurden sorgfältig erarbeitet. Dabei wurde Wert auf zutreffende und aktuelle Informationen gelegt. Dennoch ist jegliche Haftung für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen ausge- schlossen.
Redaktion & Layout
Bundesverband Wärmepumpe e.V.
Herausgeber
Stand: 02.01.2020
Bundesverband Wärmepumpe e.V. Hauptstraße 3
10827 Berlin
Kontakt
Webseite: www.waermepumpe.de E-Mail: info@waermepumpe.de Telefon: +49 (0)30 208 799 711 Fax: +49 (0)30 208 799 712
Quellenangabe
Foto Straßenschild: Fotolia/Reimer
Impressum
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Wichtiger Hinweis auf jeweils geltende Fassung

Bitte beachten Sie: Dieses Merkblatt wird regelmäßig überarbeitet und ist jeweils nur in seiner zum Zeitpunkt der Antragstellung aktuellen Fassung gültig. Regelungen und Anforderungen vorangegangener oder nachfolgender Versionen haben keinerlei Gültigkeit für die jeweilige Antragstellung und können somit auch nicht zur Begründung oder Ablehnung von Ansprüchen geltend gemacht werden.

Der Zeitpunkt des Inkrafttretens sowie die Versionsnummer einer Fassung sind jeweils in folgender Tabelle vermerkt:

Versionsnummer Datum des Inkrafttretens

2.0 03.02.2020

An dieser Stelle finden Sie jeweils nur die aktuelle Version des Merkblatts. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden vorangegangene Versionen entfernt. Die Speicherung der für einen Antrag jeweils maßgeblichen Fassung des Merkblatts wird Antragstellern daher empfohlen.




Merkblatt zu den förderfähigen Kosten – Heizen mit Erneuerbaren Energien (Stand 03.02.2020) 3



Vorbemerkungen

Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) effiziente Technologien, die auf Basis erneuerbarer Energien den Gebäudebereich mit Wärme oder Kälte versorgen.

Mit der Novellierung der Förderrichtlinien vom 30. Dezember 2019 wurde die Art der Förderung geändert. Zuschüsse werden nicht mehr als Festbetragsförderung, sondern als Anteilsfinanzierung auf Basis der förderfähigen Investitionskosten gewährt. Hierbei können die Bruttokosten inklusive der Mehrwertsteuer berücksichtigt werden. Für Zuwendungsempfänger, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, können nur die Nettokosten angesetzt werden.

Dieses Merkblatt definiert die förderfähigen Investitionskosten und soll dabei helfen, diese von den nicht förderfähigen Kosten zu unterscheiden.

Förderfähige Investitionskosten

Gemäß den aktuellen Förderrichtlinien vom 30. Dezember 2019 können die nachfolgend genannten Wärmeerzeuger gefördert werden:

 Gas-Brennwertheizungen („Renewable Ready“) Gas-Hybridheizungen
 Solarthermie-Anlagen
 Biomasse-Anlagen

 Wärmepumpen-Anlagen
Als förderfähige Investitionskosten gelten die Anschaffungskosten des geförderten Wärmeerzeugers, die

Kosten für Installation und Inbetriebnahme sowie die Kosten der erforderlichen Umfeldmaßnahmen.

Unter »Kosten erforderlicher Umfeldmaßnahmen« sind Nebenkosten für Arbeiten bzw. Investitionen zu verstehen, die unmittelbar zur Vorbereitung und Umsetzung einer zuvor genannten förderfähigen Maßnahme notwendig sind und/oder deren Energieeffizienz erhöhen bzw. absichern.
Des Weiteren können auch Kosten für Beratungs-, Planung- und Baubegleitungsleistungen berücksichtigt werden, die in direktem Zusammenhang mit der förderfähigen Anlage stehen.

Die anrechenbaren förderfähigen Investitionskosten sind bei Wohngebäuden auf 50.000 Euro (brutto) pro Wohneinheit und bei Nichtwohngebäuden auf 3,5 Mio. Euro (brutto) begrenzt.

Vorhabensbeginn

Die Beantragung einer Förderung für einen der oben genannten Wärmeerzeuger muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Beratungs- und Planungsleistungen dürfen vor der Antragstellung eines förderfähigen Wärmeerzeugers erbracht werden.

Zuwendungsfähig sind nur Maßnahmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht beauftragt wurden. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung beauftragt, erbracht und als förderfähige Kosten angesetzt werden. Dazu gehören z.B. auch Planungsleistungen, die im Rahmen der Genehmigungsplanung für die Wärmequellenerschließung einer Wärmepumpenanlage erforderlich sind.




Merkblatt zu den förderfähigen Kosten – Heizen mit Erneuerbaren Energien (Stand 03.02.2020) 4



Folgende vorbereitende Maßnahmen dürfen vor dem oben definierten Vorhabensbeginn durchgeführt werden, ohne die Förderfähigkeit der Gesamtmaßnahme zu beeinträchtigen:

 Erstellung eines Gasanschlusses
 Erschließungen der Wärmequelle einer Wärmepumpenanlage (bei Erdsondenbohrungen

einschließlich Abschluss verschuldensunabhängige Versicherung)
Hinweis: Die Kosten für diese vorbereitenden Maßnahmen sind in diesem Fall nicht förderfähig.

Grenze der förderfähigen Kosten

»Neubau«
Im Neubau können Kosten, die in direktem Zusammenhang mit der förderfähigen Heizung stehen, bis zum Anschluss an die Wärmeverteilung (Heizkreisverteilung) berücksichtigt werden. Alle darüber hinausgehenden Kosten wie z.B. der Einbau von Fußbodenheizungen oder Heizkörpern können nicht angerechnet werden.

»Gebäudebestand«
Gemäß den aktuellen Förderrichtlinien gelten als Gebäudebestand solche Gebäude, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als zwei Jahren eine Heizung installiert war.

Im Gebäudebestand sind ergänzend zu den zuvor genannten Kosten auch energetische Optimierungen der Wärmeverteilung (z.B. Wärmedämmung von Rohrleitungen) und Wärmeübergabe (z.B. Ersatz alter Standardheizkörper durch Niedertemperatur-Heizkörper), der Warmwasserbereitung sowie die für den neuen, förderfähigen Wärmeerzeuger erforderlichen Sanierungen/Umbauarbeiten von Heiz- /Technikräumen und Schornsteinen förderfähig.

Im Einzelnen sind die in nachfolgender, nicht abschließender Liste aufgeführten typischen Kostenpositionen förderfähig.

I. Anlagenkosten1. Wärmeerzeuger

a.

Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung)

 

  •   Gas-Brennwertkessel und Gas-Hybridheizungen inklusive Gasanschluss (nur im

    Gebäudebestand:

 

  •  Gasleitung

  •  Hausanschluss

  •  Armaturen (z.B. Gasströmungswächter, Gaszähler, etc.)

  • Biomasseanlagen, sowie:

 

  •  sekundäre Bauteile zur Brennwertnutzung

  •  sekundäre Bauteile zur Partikelabscheidung (elektrostatische Abscheider, filternde

    Abscheider wie z.B. Gewebefilter u. keramische Filter, Abscheider als Abgaswäscher)

  • Solarkollektoranlagen

  • Wärmepumpenanlagen

bei Gas-Wärmepumpen inklusive Gasanschluss (Gasleitung, Hausanschluss,

Armaturen) Montage und Installation

 inklusive der dafür erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien, z.B.Transport


Merkblatt zu den förderfähigen Kosten – Heizen mit Erneuerbaren Energien (Stand 03.02.2020) 5



  •  Baugerüst, Lastenkran,

  •  Aufständerung, Unterkonstruktion

  •  Fundament, Einhausung

  •  zum Anschluss des Wärmerzeugers erforderliche Leitungen und Komponenten bis hin

    zur Wärmeverteilung (Heizkreisverteiler)

  •  Einstellung der Heizkurve

  1. Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung des Anlagenbetreibers

  2. Wärmequelle einer Wärmepumpenanlage


Erschließungs- und Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung sowie Installation und

Inbetriebnahme)

  •   Erdsondenbohrungen (auch Probebohrungen) 


  •   Erdflächenkollektoren

  •   Grabenkollektoren

  •   Erdwärmekörbe

  •   Energiepfähle

  •   Brunnenbohrungen

  •   Energiezäune, Massivabsorber

  •   Luft-Sole-Wärmeübertrager

  •   unterirdische Eis-, Erd- und Wasserspeicher

  •   Solarthermie-Anlagen und der thermische Bestandteil von PVT-Anlagen (Photovoltaik-

    Solarthermie- Hybridanlagen)

  •   PVT-Anlagen (vollständig) sofern der erzeugte Strom zur überwiegenden Eigenversorgung

    genutzt und keine Vergütung nach dem EEG in Anspruch genommen wird.

  •   Abwasserwärmetauscher

  •   Abluftnutzung inklusive erforderlicher Lüftungsleitungen und Lüftungszubehör (nur in

    Verbindung mit der Installation förderfähiger Abluft-Wärmepumpen und Wärmepumpen-

    Kompaktgeräte)
    Erstellung und Anbindung an Wärmepumpenanlage


 inklusive der erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien4. Brennstoffaustragung-, förderung- und -zufuhr (Biomasseanlagen)


Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung) Saugsysteme
 Förderschneckensysteme
 Federblattrührwerke

 Schubbodenaustragungen
Montage und Installation
 inklusive erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien



5. Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR), Gebäudeautomation, Energiemanagementsysteme

a. Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung)
Gefördert wird die Umsetzung elektronischer Systeme zur Betriebsoptimierung, Steigerung der Energieeffizienz und zur Verbesserung der Netzdienlichkeit der geförderten heizungstechnischen Anlagen. Es können grundsätzlich sowohl Komponenten der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) als auch Gebäudeautomationstechnik bis hin zu übergreifenden Gebäudeleittechnik




Merkblatt zu den förderfähigen Kosten – Heizen mit Erneuerbaren Energien (Stand 03.02.2020) 6



Energiemanagementsystemen berücksichtigt werden, sofern diese auch der Betriebs- und Verbrauchsoptimierung eines förderfähigen Wärmeerzeugers dienen.

  •   Sensoren, Aktoren, Datenlogger (z.B. auch Strom- und Wärmemengenerfassungen)

  •   digitale/elektronische Heizkörperthermostate / Raumthermostate,

  •   Display bzw. Nutzerinterfaces zur Anzeige von aktuellen, für den Energieverbrauch


  •   digitale/elektronische Systeme zur Erfassung und Auswertung von Energieflüssen,

    Energieverbräuchen und Energiekosten

  •   digitale/elektronische Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung bzw.

    zur Verbesserung der Netzdienlichkeit der technischen Anlagen des Gebäudes („Smart

    Home“)

  •   Gebäudeautomationssysteme inklusive Feldtechnik, Gebäudeleittechnik,

    Energiemanagementsysteme Montage und Installation



 inklusive der erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien6. Wärmespeicher



Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung)

  •   alle Arten von Warmwasser-Speichern (Heizwasser-, Trinkwarmwasser,- u. Kombispeicher,

  •   Dämmung bestehender Wärmespeicher

  •   Eisspeicher und sonstige Latentwärmespeicher, die den Phasen-Übergang eines Mediums

  •   Wärmespeicherung in Beton, Zeolith oder sonstigen anderen Medien

  •   Erdwärmespeicher

  •   Tiefen-Aquifer-oder Hohlraum-Wärmespeicher

    Montage und Installation
     inklusive der erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien

II.1.



Nebenkosten (Umfeldmaßnahmen)

Heiz- bzw. Technikraum (nur im Gebäudebestand)

  •   Sanierung oder Umgestaltung eines Heiz- bzw. Technikraums, sofern dies für den Betrieb des geförderten Wärmerzeugers erforderlich ist

  •   inklusive der erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien (z.B. Wand- u. Deckendurchbrüche inklusive Dämmmaßnahmen, Maler-, Putz arbeiten)

    Brennstoffaufbewahrung

Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung)
 Flüssiggastanks (nur im Gebäudebestand)
 Bunker und Lagerräume für Biomassepellets bzw. –hackschnitzel (nur im Gebäudebestand) Silos

Montage und Installation
 inklusive der erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien (auch Wand- u.

Deckendurchbrüche inklusive Dämmmaßnahmen, Maler-, Putzarbeiten)




Merkblatt zu den förderfähigen Kosten – Heizen mit Erneuerbaren Energien (Stand 03.02.2020) 7



  1. Abgassysteme und Schornsteine (nur im Gebäudebestand)

    a. Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung)
     Neuerrichtung, Erneuerung und/oder Anpassung bestehender Abgassysteme und

    Schornsteine in direktem Zusammenhang mit dem beantragten Wärmeerzeuger b. Montage und Installation

     inklusive der erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien

  2. Wärmeverteilung und Wärmeübergabe (nur im Gebäudebestand)

Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung)

  •   Flächenheizungen (Decken-, Fußboden- und Wandheizungen) inklusive Dämmung und

    Estrich, Bodenbelägen, Wandverkleidung, Putzarbeiten

  •   Niedertemperatur-Heizkörper/Heizleisten in jeglicher Bauausführung (z.B. auch

    Gebläsekonvektoren), die eine Reduzierung der Vorlauftemperatur ermöglichen

    (Vorlauftemperatur ≤ 60 °C)

  •   voreinstellbare Thermostatventile

  •   Strangdifferenzdruckregler

  •   hocheffiziente Umwälzpumpen

  •   in Einrohrsystemen: Maßnahmen zur Volumenstromregelung

  •   Umbau von Einrohr- in Zweirohrsysteme

  •   Wärmedämmung von Rohrleitungen und sonstigen wärmeverlustbehafteten technischen

    Komponenten

  •   Lüftungsleitungen und Lüftungszubehör (nur in Verbindung mit der Installation förderfähiger

    Abluft-Wärmepumpen und Wärmepumpen-Kompaktgeräte) Montage und Installation

     inklusive der erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien wie z.B. die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs


5. Warmwasserbereitung (nur im Gebäudebestand)



Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung) zur Effizienzsteigerung der bestehenden

Warmwasserbereitung

  •   Umstellung von einer dezentralen Warmwasserbereitung auf eine zentrale,

    heizungsintegrierte Warmwasserbereitung (inklusive notwendiger Sanitär-
    arbeiten wie Austausch der Armaturen, Einsatz wassersparender Maßnahmen, Abwasser- Wärmerückgewinnung, etc.)

  •   Einbau hocheffizienter Warmwasser-Wärmepumpen

  •   Frischwasser- u. Wohnungsstationen

  •   Kalkschutz- und Wasserenthärtungsanlagen

  •   hocheffiziente Zirkulationspumpen

    Montage und Installation
     inklusive der erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien


6. Demontagearbeiten

  •   Entsorgung eines alten Öl- oder Gastanks und Wiederherstellung der Außenanlagen bei erdbedeckten Tanks

  •   Ausbau Altheizung einschließlich Entsorgung (inklusive Schadstoffe und Sonderabfälle)




Merkblatt zu den förderfähigen Kosten – Heizen mit Erneuerbaren Energien (Stand 03.02.2020) 8



7. Kosten für Beratungs-, Planung- und Baubegleitungsleistungen

 Beratungs-, Planung- und Baubegleitungsleistungen mit einem unmittelbaren Bezug zur förderfähigen Maßnahme (keine Fördermittelberatung, siehe nachfolgende Liste der nicht förderfähigen Kosten)

Nicht förderfähige Investitionskosten

Kosten für gebrauchte Anlagen und Anlagen mit wesentlich gebraucht erworbenen Anlagenteilen dürfen grundsätzlich nicht als förderfähige Investitionskosten angesetzt werden.

Gleiches gilt für Maßnahmen, die keinen unmittelbaren Bezug zur förderfähigen Anlagentechnik haben oder deren Effizienz nicht erhöhen. Eigenleistungen können ebenfalls nicht als förderfähige Kosten berücksichtigt werden.

Die nachfolgende, nicht abschließende Liste, soll die nicht förderfähigen Kosten exemplarisch veranschaulichen:

Wärmeerzeuger (nicht förderfähige Kosten)

  •   Öl-Kessel; Öl-Öfen

  •   Kohle-Kessel, Kohle-Öfen

  •   Gaskessel ohne Brennwerttechnik; Gasstrahler

  •   Elektro-Direktheizungen, Elektro-Speicherheizungen, Elektro-Heizstrahler, Infrarot-

    Heizungen, etc.

  •   Gasstrahlungsheizungen

  •   handbeschickte Biomasse-Einzelöfen (z.B. Scheitholzkamin-Öfen, Kachel-Öfen)

  •   Luft/Luft-Wärmepumpen

  •   Anschlüsse an ein Wärmenetz

  •   mobile Mietheizungen

    Lüftungs-, Klima- u. Kältetechnik (nicht förderfähige Kosten)

  •   Klima/Lüftungsgeräte-, Anlagen, und Systeme jeglicher Art inklusive dazugehöriger Bauteile und Komponenten

  •   Kältegeräte-, Anlagen, und Systeme jeglicher Art inklusive dazugehöriger Bauteile und Komponenten

    Anlagen zur Stromerzeugung (nicht förderfähige Kosten)

  •   Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen

  •   Photovoltaik-Anlagen

  •   Windkraftanlagen

  •   PVT-Anlagen (Photovoltaik-Solarthermie- Hybridanlagen), die nicht als Wärmequelle einer

    geförderten Wärmepumpe genutzt werden.

    Sanitäreinrichtungen (nicht förderfähige Kosten)

     Sanitäreinrichtungen jeglicher Art, wie z.B. Waschbecken, Badewannen, Duschen, etc.

    Computertechnik und dazugehörige Peripherie (nicht förderfähige Kosten)

     Endgeräte und Unterhaltungstechnik, wie zum Beispiel:




Merkblatt zu den förderfähigen Kosten – Heizen mit Erneuerbaren Energien (Stand 03.02.2020) 9



PCs, Notebooks, Tablets, Handys, Monitore, Fernseher, Drucker, Eingabegeräte und sonstige Peripheriegeräte

Beratungs- und Planungs- und Baubegleitungsleistungen (nicht förderfähige Kosten)

 Beratungs- und Planungsleistungen, welche die Gebäudehülle und Gebäudestatik betreffen Fördermittelberatungen
 übergreifende Bauleitung und Bauüberwachung

Sonstige Arbeiten und Leistungen (nicht förderfähige Kosten)

  •   Eigenleistungen

  •   Baustelleneinrichtung und Absperrungen, die in keinem direkten Zusammenhang mit dem

    geförderten Wärmeerzeuger stehen

  •   Sanierungsarbeiten an der Gebäudehülle, die für die förderfähige Maßnahme nicht zwingend

    erforderlich sind

  •   behördliche Genehmigungen




Impressum

Herausgeber

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Leitungsstab Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Frankfurter Str. 29 - 35
65760 Eschborn

http://www.bafa.de/

Referat: 513
E-Mail: Erneuerbare-Heizungen@bafa.bund.de

Tel: +49(0)6196 908-1625 Fax: +49(0)6196 908-1800

Stand

03.02.2020




 
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