Hilfsprojekte auf den Philippinen

Die Firma Enkon Plan, hat es sich nicht nur allein zur Aufgabe gemacht, ihren Kunden den Wunsch von einer perfekten, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten PV Anlage in Kombination mit der passenden Heizung zu realisieren. Sie möchte auch einen positiven Wandel in der Welt bewirken und so unterstützt sie ein Hilfsprojekt auf den Philippinen, das uns der  Geschäftsführer von der Enkon Plan Solar GmbH, Herr Torsten Helwig, hier einmal vorstellt.

R: Herr Helwig, Sie unterstützen Hilfsprojekte auf den Philippinen, wie kam es dazu?

T.H.: „Seit vielen Jahren reise ich auf die Philippinen um Freunde, die dorthin ausgewandert sind, zu besuchen. Mittlerweile habe ich dort sogar meine Lebenspartnerin gefunden. Ich mag die einzigartige, atemberaubende Natur und die Entwicklung des Landes ist fortlaufend.

Ausschlaggebend jedoch für meine Entscheidung, Gutes zu tun, war eine Dokumentation der Firma Dokoo „Das schlimmste Kindergefängnis Manilas“, in der zum Ausdruck kam, dass viele philippinische Paare einfach Kinder in die Welt setzen ohne darüber nachzudenken, wie sie diese Kinder versorgen können. Es ist sehr traurig wie die Kinder dort aufwachsen müssen, in welchen ärmlichen Verhältnissen. In der Dokumentation wurden Kinderheime vorgestellt, die eher einem Gefängnis gleichen, vergitterte Fenster, eine sehr dünne Matratze auf einem Betonboden als Bett, Reis mit Wasser als Mahlzeit. Die Kinder dort erhalten keine Unterstützung, keine Fürsorge, einfach nichts. Sie sind einfach auf sich alleine gestellt. “

Hilfsprojekt Philipinen Enkon Plan

R: Das ist sehr interessant, wie war Ihre Reaktion auf diese Dokumentation?

T.H.: „Nun, ich muss sagen, das hat mich seelisch sehr tief berührt und emotional getroffen. Die Kinder können nicht einmal etwas dafür, sie können nicht einmal für sich selbst Dinge entscheiden, sind förmlich Schutzlos. Diese Gedanken bewegten mich und deswegen habe ich recherchiert wie ich helfen kann. Fündig geworden bin ich bei Maninoy Patenschaften in Pfaffenhofen. Diese Organisation vermittelt Patenschaften für Kinder und begleitet sie auf dem Weg während der ganzen Schulzeit. Sie sind gut vernetzt und haben Mitarbeiter direkt vor Ort, um sicher zu stellen, dass die Unterstützung wirklich ankommt.

Zugegeben, bei meiner ersten Patenschaft war ich zu Beginn ein wenig überfordert. Ich wurde gefragt nach Präferenzen, wie Junge oder Mädchen, alleinerziehend, Waise etc.

Ich gab den Mitarbeitern zu verstehen, dass es mir egal ist. Wichtig ist, das geholfen wird. Somit übernahm ich dann die Patenschaft für einen Jungen Namens Rich Lion. Für einen Betrag von 30,-€ monatlich bekommt er eine Basis für eine gute Ausbildung und damit für ein besseres Leben.

Bei meiner 2. Patenschaft handelt es sich um Tiffany, einem 5-jährigen Mädchen und Tochter einer alleinerziehenden Mutter. Diese 2. Patenschaft übernehme ich als Geschäftsführer der Firma Enkon Plan Solar GmbH. Das resultiert aus der Freude heraus, Gutes bewirken zu können.

Sie bekommt dadurch die komplette Begleitung durch die gesamte Zeit der schulischen Ausbildung. Das schöne ist, das wir von Anfang an mit dabei sind.

Natürlich gibt es auch ein paar Verpflichtungen in dieser Patenschaft, die die Kinder dafür erfüllen sollen. Sie müssen sich Mühe geben immer wenigstens die Note „2“ zu erreichen. Die Zeugnisse werden von den Betreuern vor Ort geschickt.

R: Also bekommen Sie immer so einen Nachweis?

T.H.: „Ja genau.“

R: Haben Sie es denn schon einmal geschafft eines Ihrer Patenkinder zu besuchen?

T.H.: „Ja, ich war in meinem letzten Urlaub im Juni 2022 auf den Philippinen und habe meine beiden Patenkinder besucht. Es war einfach schön sie zu sehen. Die Reise dahin war jedoch ein echtes Abenteuer.

R: Klingt ja spannend, können Sie uns mehr darüber berichten?

T.H.: (lacht) „Ja, gern, zu allererst möchte ich allen den Rat geben, sich auf den Philippinen keinen voll getönten Mietwagen geben zu lassen, da auch die Frontscheibe dieses Fahrzeugs dunkel ist.

Man sieht im Dunkeln und im Wald dann wirklich nichts mehr. Und man sollte dort auch wirklich nicht anhalten.

Es war schwer das Dorf zu erreichen, weil die Häuser, in denen die Familien leben, mitten im Wald waren und es defacto keinerlei Straßen und Wege dahin gab. Somit konnten wir nicht direkt mit dem Wagen vor das Haus fahren, wie wir es aus Bequemlichkeit in Deutschland kennen.

Google konnte uns nicht wirklich helfen, weil wir auf dem Weg dorthin immer weniger Internet hatten. Während der Fahrt zeigte das Navi an, dass wir in 47 km rechts abbiegen müssen. Während der Fahrt sah ich auf das Navi und erspähte das es nur noch 27 km zur nächsten Abbiegung sind, was sich auch mit meinem Gefühl deckte. Nach gefühlten weiteren 12 km zeigte das Navi immer noch 27 km an. In diesem Moment überlegte ich mir auf gar keinen Fall die Abbiegung zu verpassen, weil ich auf gar keinen Fall gefühlte 18 km zurückfahren wollte“ (lacht). „Der Kern des Problems war die mangelhafte Abdeckung des Internets in dieser Region. Anschließend schaute ich bei jeder Abbiegung auf den KM Stand des Tachos, um das ganze im Auge zu behalten.

Im Dorf angekommen, freuten die Familien sich sehr und luden uns zum Essen ein. Weil ich Mitleid mit dem einzigen Huhn der Familie hatte und ich ihnen nicht das letzte Huhn wegnehmen wollte, habe ich darauf verzichtet Fleisch zu essen. Sie hätten es zu meinen Ehren nämlich geopfert.

 

Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen
Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen
Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen

Das Haus der Familie sah wie auf den Bildern aus. Nur angedeutete Fensterrahmen, Holzbänke als Sofas und als Betten dienten kleine Gestelle mit dünner Matratze drauf. Das Haus hatte der Vater von seinem letzten Geld gebaut, als er noch eine Arbeit hatte. Das alte Haus war aus Holz und zerfällt langsam.

Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen
Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen
Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen

Bei der 2. Familie war es noch einfacher, hier diente eine zwischen 2 Häusern gespannte Plane als Haus/Dach und darunter spielt sich das ganze Leben der Familie ab. Hinzu kommen auch noch die Naturgewalten, wie die Regenzeit in den Tropen und die immer wieder auftauchenden Taifune. Das hat mich ebenfalls sehr berührt.“

R: Das ist schon ein beeindruckendes und emotionales Erlebnis, wie haben die Kinder auf Sie reagiert?

T.H.: „Meine Verlobte war auch mit dabei, wir haben ihnen Lego, Malbücher und kleine Dinge mitgebracht. Sie können sich nicht vorstellen wie schön die Kinderaugen gestrahlt haben. Es war einfach toll. Und mir ist aufgefallen: Es gibt unter den Kindern keinen Neid. Da wurde alles geteilt, auch mit den Nachbarschaftskindern.

Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen
Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen
Enkon Plan Hilfsprojekt Philippinen

Worüber ich mir allerdings Sorgen mache: Es gibt dort keinen Schulbus. Die Kinder werden aus den entlegensten Dörfern zu Schule transportiert. Dafür werden Motorräder mit Beiwagen genutzt, so genannte Trycicles. Diese werden völlig überbeladen und die Kinder oder deren Eltern müssen dafür auch noch bezahlen. Teilweise stehen die Kinder in den Gefährten, damit die Fahrer noch mehr Geld bekommen können. Kein Schutz, kein Gurt, das wäre hierzulande undenkbar. Es gibt dort für die Armen der Bevölkerung keinerlei Sicherheit. Dort ist es einfach normal und an der Tagesordnung.

R: Das ist traurig, für uns schwer vorstellbar. Wenn ich fragen darf, was sind Ihre nächsten Ziele?

T.H.: „Ich überlege durch Maninoy weitere Patenschaften zu übernehmen und mehr Kindern zu helfen oder ggf. mit meiner Frau etwas zu initiieren um den Kindern eine Chance für eine solide Basis einzuräumen. Ich mache das gern und es tut gut zu wissen etwas Gutes in dieser Welt bewirkt zu haben. Solche Aufgaben und Reisen verändern einen, man sieht und erlebt die Welt einfach bewusster und sieht vieles mit anderen Augen. Ich bin froh diese Möglichkeit zu haben, weil es nicht allen Menschen auf der Welt so gut geht wie uns.“

R: Ein schönes Schlusswort, vielen Dank für Ihre Zeit und dieses sehr ausführliche Interview.

T.H.: „Sehr gern. Ich danke Ihnen.“